Eine in Olbia herausgefundene Schrift von 173 n. Chr. scheint zu bestätigen, dass Korn die wichtigste von Sardinien ausgeführte Essware war und auch dass Sardinien ein Anlegestellehafen für das afrikanische, nach Rom gesendete Korn war. Aus diesem Grund, ist die Bedeutung der folgenden drei Städter klar: Kalaris (in direkterem Kontakt mit nördlichen Afrika); Turris (Porto Torres) und Olbia (mit Ostia verbunden).
Diese Städte lagen am Kopfende von weiten ebenen und anbaufähigen Zonen, deren Beschäftigung für Getreidekultur wahrscheinlich war: eine archäologische Bestätigung besteht aus kleinen Feldheiligtümern für Cerere (Göttin des Getreides). Auch die Quellen führen Sardinien, Sizilien und Afrika als „tria frumentaria subsidia rei publicae“ an und zitieren Nachrichten über den Überfluss von sardischem Korn auf dem römischen Markt.