Datierung
Es geht um das typische gemeinsame und unterirdische Grab der Kultur von S. Michele (3.200 v. Chr.) und auch der Kupferzeit. Tatsächlich wurde es auch während der Bronzezeit und im Beginn der Eisenzeit verwendet.
Legende über den Name
Gemäß der sardischen Volkslegende wurden diese Begräbnisse von Feen gewöhnt. Diese Kreaturen webten mit goldenen Webstühlen und sangen gleichzeitig; als sie starben, wurden sie in Steine verwandelten.
Nach einer anderen Legende wurden die Gräber von Hexen eingewöhnt. Die schrecklichste war „
Orgìa Rabiosa“, eine verrückte Magierin, die das verarmte Gegenteil der große Mutter darstellte.
Aus diesem Grund hatten diese Begräbnisse verschiedenartige Namen:
Domus de Janas (
Häuser der Feen oder
der Hexen) oder di Forru (von Luxia Rabiosa) oder Furreddos (Ofen) oder Conca, Conchedda, Percia, wegen der hohlen Form dieser Erdhügel. Wir kennen keinen Name, der sich auf die ursprüngliche Benutzung dieser Erdhügel (Gräber von Familiengruppen) bezieht.
Nummer, Lage, Felstype
Auf Sardinien gibt es mehr als 1000
Domus de Janas; die größte Konzentration ist in Nordsardinien (etwa 480) und im Provinz von Sassari. Diese Gräber wurden überhaupt in Granit und Trachit ausgehöhlt, aber auch in Kalkstein, und Basalt. Die Gebiete mit mehreren Zeugnissen sind:
• Sassarese (Sassari und nahbaren Gemeinden, z. B.: Alghero)
• Meilogu (Borutta und Cheremule)
• Gocèano (Ittireddu, Benetutti)
• Gavoi (Barbagia)
• Bucht von Arbatax und Ogliastra (Ilbono, Tortolì, Lotzorai)
Außer diesen Gebieten, weist die ganze Insel
Domus de Janas auf (abgesehen von nord-östlichen und süd-westlichen Gebieten, wo keine Zeugnisse gefunden wurden).
Vertiefungen
Religiosität in der Kultur von Ozieri
Menhirs
Begräbnisse in der Kultur von San Michele
Dolmens
Domus de Janas
Domus de Janas: ewige Wohnungen
Kreisgräber
Die Kreise von Arzachena
Die Ausstattungsobjekte von Arzachena
Die Waffen
Die Große Mutter und der Stier
Die mediterrane Mutter
Pränuragische Sprache
Kulturelle und linguistische Bande