Neolithikum (oder Jungsteinzeit)
(6000-3800 a.C.)
Die erste Phase: Su Carroppu
Der kleine Schutz unter den kalkhaltigen Felsen von Su Carroppu (in Sirri, Carbonia) bietet das wichtigste bisher gefundene Zeugnis dieser Phase. Es geht um eine Höhle, wenig tief und nordwärts offen, die ein liebliches Tal überblickt. Hier wurden zahlreiche Keramikfragmenten von Schälchen und bauchigen Töpfen mit konvexem Boden und kleinen Henkeln entdeckt. Diese Fragmente sind charakterisiert durch schwarze - gräuliche Mischung, große Dicke und braune Ebene mit Schwärzlichen Flecken. Die Dekorationen bedeckten nicht die ganze Ebene der Vase und wurden durch schiefe und schenkrechte Abdrücken von Muscheln (die Muschel „
Cardium“) realisiert.
Die Steinindustrie bestand einzig aus durchscheinendem und trübem Ossidianah aus dem Berg „Arci“.
Die Gerichtfunde bezeugen eine Wirtschaft von Jagt, Züchtung und Fischerei. Man entdeckte Knochen von wilden Tieren wie Hirsch, Wildschwein und überhaupt von „Prolagus Sardus Wagner“, der kleine sardische Nager, lang ausgestorben, und die Knochen eines denkbaren Schafbocks. Es ist möglich, dass ein großer Teil der Proteinen ihrer Nahrung aus dem „Prolagus“ kam.
Die Gräber waren sicherlich in Grotten gelegt: in der Tat fand man hier männliche Skelette in zusammengezogener Position mit Ornamentobjekten daneben, davon kleine glatte und durchlöcherte Muscheln von „columbella“ und „pectunculus“.
Eigenheiten erster Phase
Diese Phase hebt sich durch die Dekoration „
cardiale“ von Keramiken an. Man realisierte diese Dekorationen abdrückend den gezähnten Bord eines Muschel von essbarem „
Cardium“ auf der frischen Mischung der Vase.
Am Anfang bedeckt die Dekoration die ganze Ebene der Vase (unter den Typologien von Vasen erwähnen wir: Vasen mit kugelförmigem Körper und getrenntem und ungetrennten Hals, die Schälchen mit erhöhtem Henkel). Das häufigste Dekorationen waren das Dreieck (begrenzt oder nicht), der Zickzack und das horizontale oder senkrechte Band.
Die zweite Phase: die Kultur von Filiestru – Grotta Verde („Grüne Grotte“)
Die zweite Phase der Jungsteinzeit (V Millennium) heißt Kultur von Filiestru-Grotta Verde und ist charakterisiert durch ein fest totales Verschwinden von Dekorationen in Keramik und durch das Erscheinen von fest ganz undekorierten Formen. Diese Phase ist auf nördlichem Sardinien gut bezeugt, dagegen die Bezeugungen im Süden sind bisher rar. Unter diesen Zeugnissen gibt es ein Fragment von Henkel aus Su Stangioni (Portoscuso).
Vertiefungen
Die Einsiedlung von Santo Stefano
Die Eilboten von Santo Stefano
Venus und Oxidian