Besonders interessant ist die Periode vom VIII. bis dem VI. Jahrhundert v. Chr. (mittlere Nuraghenkultur II), die die Zeit des höchsten kulturellen Anstrengung und der intensivsten Aktivität der Nuraghenkultur darstellt. In dieser Epoche reichte die Nuraghenkultur ihre Spitze. Der Fortschritt der gesellschaftlichen Organisation und die wirtschaftlichen Entwicklung von Volkstämmen erweisen sich durch das Auftreten landwirtschaftlicher und pastoraler Dörfer. Wir kennen etwa 100 nuragische Dörfer, sie befinden sich in allen Zonen, gemäß der verfügbaren Ressourcen des Lands:
• Unter den Bergen, wie in Abini und S’Urbale (Teti)
• Auf landwirtschaftlichen Hügeln, wie in Su Iriu (Gergei), Medesas di Lasplassasm Su Nuraxi (Barumini)
• Auf großen Hochebenen, wie in Su Pranu di Orrioli, Serra Orrios, Dorgali, Serrucci von Gonnesa
• Am Ufer des Meers, wie in Cala Gonone di Dorgali
Die Nummer der Hütten geht von 40 bis 200. So gründete man Dörfer, die von wenigstens 100 bis etwa 1000 Personen enthielten (im Durchschnitt 4 Personen pro Hütte). Sie stellten die mehr entwickelte Form demografischer paläosardischen Siedlung und auch ihren individuellen, öffentlichen, wirtschaftlichen und religiösen Lebens. Im Vergleich zu der Kulturen des Kupfers und Bronzen, bereichert sich die Siedlung der Eisenzeit von solidesten und dauerhaftesten Gebäuden. Dieser Zeit gehören komplexe Nuraghen und neue technischen Erfindungen für den Schutz von Militärstrukturen. In dieser Epoche erreicht die nuragische Architektur ihren Höhepunkt.
Vertiefungen
Die Epoche des höchsten Glanzes
Das Ende der Nuraghenkultur