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- Oberfläche: 146Km2
- Bevölkerung: 32.887 einwohner
- Gebiet: Sulcis
- PLZ: 09013
- Vorwahl: 0781
Carbonia ist ein ehemaliges Bergbau Städtchen mit etwa 30 Tausend Einwohnern und befindet sich im süden-westlichen Teil Sardiniens. Errichtet wurde sie, nachdem Ende 1936 das außergewöhnlich ertragreiche Karbon-Becken von Sirai-Serbariu entdeckt wurde. Am 18/12/1938 weihte Mussolini diese nun erschaffene Stadt ein, die vom architektonischen Gesichtspunkt die typischen Elemente einer faschistischen Stadt hatte. Im Zentrum befindet sich die Piazza Roma, umgeben von den wichtigsten Hauptgebäuden: der Turm Torre Littoria (27,5 m hoch, heißt heute Torre Civica = Turm der Staatsbürger), das Rathaus, die Kirche, der Dopolavoro (Freizeitorganisation), das Kino-Theater und zwei große Brunnen..
Die Kirche Santa Maria befindet sich im Ortsteil Flumentepido, an der Straße die von Carbonia nach Portoscuso führt, auf einem kleinen Hügel. Sie entstand im XI. Jahrhundert und ist in romanischem Stil mit einem einzigen Schiff, ohne Apsis gebaut. Die Fassade war ursprünglich sehr einfach, mit einem segelartigen Glockenturm. Um 600 wurde noch ein Bogengang hinzugefügt. Im Inneren hat die Kirche ihre originalen Elemente bewahrt, wie die Mauern aus rotem Trachyt. Jede der seitlichen Mauern besitzt ein kleines Fenster, die Decke aus Hängewerken mit einem Dach aus Holz.
Diese Kirche war seit 1066 Eigentum der Mönche von Montecassino, nachdem es ihnen der Richter von Cagliari, Torchitorio, geschenkt hatte. Die Mönche nahmen einige Änderungen vor und bauten auch ein Kloster, von dem noch wenige, von der Vegetation bedeckte Spuren übrig geblieben sind. Man findet sie in der Nähe der Kirche, nur wenige hundert Meter östlich.
Vor kurzem wurde das Gebäude restauriert.
Anfänglich war die Anordnung der Gebäude in Carbonia noch systematisch in einer pyramidalen Struktur, und trug der bestehenden Rollen vom Bergbau und der faschistischen Hierarchie Rechnung: Das Zentrum war „reserviert“ für die Häuser der Manager (Villa Sulcis, heute archäologisches Museum, damals der offizielle Wohnsitz des Direktoren der Kohlenbergwerke der Stadt). Ein wenig davon entfernt finden sich die Herrenhäuser der Angestellten, während die eher bescheidenen Häuser der Arbeiter in der Peripherie standen.
Nach einer ersten, arbeitsintensiven Periode, auch eine Folge des zweiten Weltkriegs, befiel den produktive Rhythmus eine bemerkenswerte Abschwächung. Mit dem Fall des Faschismus, gab es Art Wiederauferstehung (die Kohle des Sulcis war der einzige verfügbare Brennstoff in Italien) und eine zweite Entwicklungsphase von Carbonia, sowohl vom Gesichtspunkt der Bevölkerung als auch von der wirtschaftlichen Seite her. Aber schon bald sorgte die Wiedereröffnung des internationalen Marktes und die Konkurrenz fremder Kohle für eine langsame, aber unerbittlichen Krise in der Bergbauindustrie, die zu einer breiten Mobilisierung der Arbeiter und Städte führte. Zusammen mit der Krise in der nahen Industrie von Portovesme wuchs hieraus eine schwere wirtschaftliche Situation im gesamten Sulcis, auf die man nun versucht eine Antwort in Form von Tätigkeiten im Tourismus-, Kultur- und Servicesektor zu geben.
Das archäologische Museum "Villa Sulcis" sammelt Material aus der Zeit zwischen der Jungsteinzeit und der Byzantinischen Periode, von zahlreichen Orten aus der Gegend um Carbonia: der Unterschlupf unter Felsen von Su Garroppu (Sirri); die Nekropolen des Berges Monte Crobu und Cannas di Sotto; die Schluchten von Coderra; das urgeschichtliche Dorf Barbusi; die Grotte A.Ca.I.; der Nuraghe Sirai; die Grotte Baccu Arrus.
Das Museum für Paleontologiae Speläologie "E.A. Martel" schlägt einen chronologisch geordneten, naturwissenschaftlichen Exkurs vor, beginnend mit den fossilen Exemplaren der ersten Lebensformen auf unserem Planeten vor 600 Millionen Jahren, bis zur Erstehung des Menschen.
Das Gebiet um Carbonia zeigt sich mit einer Vielfalt von eindrucksvollen Landschaften, mal herb und trocken, mal nett und frisch; so präsentiert sich das Sulcis.
Von große r geschichtlicher Bedeutung ist das phönizisch-punische Gebilde am Berg Monte Sirai. Von der Spitze der vulkanischen Erhöhung, mit etwa 190 m., konnte man sowohl das Meer, mit den umliegenden Inseln, als auch die gesamte Ebene bis zu den Bergen kontrollieren.
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