Muravera entstand in der römischen Epoche in einem Flusstal. Dass die Gegend um diese Stadt schon seit der Antike bewohnt ist, bezeugen die zahlreichen megalithischen (aus großen Steinen erbaute) Überbleibsel. Die besonders gute Lage zur Meeresküste war auch der Grund für verschiedene Herrschaften: von den Pisanern zu den Aragoniern, unterbrochen von den Streifzügen der maurischen Piraten. Den zuletzt genannten verdankt man auch den Bau der zahlreichen Beobachtungs- und Verteidigungstürme, die auf diesem Küstenstrich verstreut anzufinden sind.
Der touristische Erfolg und die in den letzten Jahren erworbene Bekanntheit dieses kleinen Zentrums auf Sardinien sind aber hauptsächlich auf den wunderschönen und etwa 8 Km langen Sandstrand der Costa Rei zurückzuführen. Das gleichnamige Vilaggio (Feriendorf) von Costa Rei beherbergt hauptsächlich deutsche Gäste.
Nicht zu vergessen sei die große Produktion von Zitrusfrüchten in dieser Gegend. Jedes Jahr im März findet ein
Fest zu Ehren dieser Früchte statt, bei dem nicht nur Produkte feil geboten werden, sondern ganz besonders auch die Parade der vielfarbigen „traccas“ im Mittelpunkt stehen, typische sardische Karren.