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Oberfläche: 189Km2
Bevölkerung: 2.052 einwohner
Gebiet: Ogliastra
plz: 07020
Vorwahl: 079
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Ein skurriles Dorf, dessen Gebäude aus Granitwürfeln gebaut wurden. Es wird auch als „Reich der Steine“ bezeichnet, aufgrund der Vielfalt an klaren Kristallgraniten. Der Abbau und die Bearbeitung des Granits und der Rinde der Korkeichen sowie die Viehwirtschaft sind die Haupteinkommensquellen in dieser Region.
Die Straße von Alà dei Sardi nach Buddusò durchquert gewaltige Berglandschaften, beherrscht vom Gipfel Punta Sa Mesa. Je weiter man kommt umso mehr nehmen die Korkeichenbestände ab. Auch in dieser Gegend ist der Granit das landschaftsbestimmende Element. Es zeigt sich in riesigen Zyklopenblöcken oder in zersplitterter Form in den offenen Steinbrüchen.
Buddusò ist ein großes Zentrum, das sich ebenfalls hauptsächlich durch seine Steinbauten und die mit großen Steinen gepflasterten Straßen charakterisiert. Gerade weil Buddusò gänzlich von den großen Bundes- bzw. Touristenstraßen abgeschnitten liegt, haben sich die alten Tradition der freundlichen Gastlichkeit bewahrt.
Nicht nur aufgrund des Granits und der Korkeichenprodukte hat dieser Ort einen weiten Bekanntheitsgrad erlangt. Es ist vielmehr das handwerkliche Geschick, mit dem die Einwohner ihre berühmten, nach alter Tradition gefertigten Holztruhen entwerfen. Diese Truhe, mit Öffnung an der Oberseite, war eigentlich auch das einzig wertvolle Stück eines alten sardinischen Hauses. Generell bestehen sie aus Kastanienholz. Die beiden Seitenwände sind von ihrer Beschaffenheit sehr einfach. Dagegen befinden sich auf der Stirnseite feinste Schnitzereien, welche aber immer die gleichen, traditionellen Motive darstellen: Rosenblumen oder eine Sonne mit Vögeln. Manchmal hatten die beiden vorderen Füße die Formen von Tierköpfen oder Löwenpfoten. Das Holz war natürlich oder ab und zu mit dem Blut von Lämmern bepinselt. Diese Holztruhen sind mittlerweile eine Modeeinrichtung geworden und können direkt bei den Handwerkern in Buddusò gekauft werden.
Von Buddusò fahren wir nun ein kleines Stück auf der Bundesstrasse SS 189 weiter. Auf der linke Seite kommen wir an dem schönen Nuraghen „Loelle“ vorbei, und nehmen die Straße in Richtung Mamone und erreichen schließlich Lodè, ein weiteres für diese Region typisches Dorf dessen Wirtschaft überwiegend auf der Viehwirtschaft basiert.
Dieses kleine Dorf auf der Flachebene zwischen dem Gipfel Punta Sa Donna und dem Bergmassiv Monte Albo, scheint in sich alle typischen Eigenschaften der kleinen Bergdörfer zusammenzufassen, die zwischen den Regionen Nuorese und Gallura liegen: Massive Steinbauten, beinahe nur ein und der selbe Wirtschaftzweig, annähernd autark, aber mit einer großzügigen und gastfreundlichen Bevölkerung. Ausgezeichnet sind besonders die auf traditionelle Weise gekochten Speisen.
Eine von diesen ist das auf den ersten Blick seltsam erscheinende „porchetto carrasau“ (Wildschwein), das in einer Grube auf glühende Steine gelegt wird. Dann werden diese Steine wieder entfernt, aromatische Kräuter hinzugefügt und das Wildschwein eingegraben. Auf dieser Grube wird nun ein Feuer angezündet und das Fleisch gegart.
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