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Porto Conte

Die Bucht von Porto Conte gilt als einer der klassischsten natürlichen Häfen des Mittelmeerraumes. Von der Einfahrt bis zum Ende beträgt seine Länge 6 km, bei einer Breite von 2,5 km. Auf der Küstentseite befinden sich viele kleine Buchten, teilweise vom Wasser bedeckte Grotten, Steilhänge und die lange Sandfläche des Strandes spiaggia di Mugoni. Auf dem Grund dieser Bucht existiert seit jeher eine natürliche Oase, reichhaltig an Fischbeständen, vor allem einiger besonders geschätzter Arten. Der Golfo di Porto Conte (dessen außergewöhnliche Eigenschaften als natürlichem Hafen sich natürlich auch die Römer zu Nutzen machten) wurde vom Geografen Tolomeo Portus Nympharum „Porto delle Ninfe“ genannt, wegen der ungewöhnlichen Wassertransparenz, mit Färbungen, die vom Grün ins Blaue gehen.
In der Nähe der Marina von Porto Conte liegt ein gut ausgerüsteter kleiner Yachthafen, von dem man schnell die Zonen von Capo Caccia und Punta Giglio erreichen kann, eine besonders geschätzte Gegend aufgrund ihrer Vielfalt an Grotten. In der Gegend um Capo Caccia ist die am meisten besuchte, die berühmte und riesige Grotte von Nereo. Sie gilt als die größte überschwemmte Grotte des Mittelmeers. Um sie komplett zu erforschen braucht man wenigstens drei Tauchengänge.
Außerdem gibt es noch die nicht weniger spektakulären grotte di Punta Salinetto, Dei Portici, und seitlich davon die Grotte grotta dei Cerianthus, wo die enormen und schüchternen „cernie“ wohnen, und die Grotte „Belvedere“. Alle befinden sich in der Umgebung der wunderschönen Insel Foradada, berühmt für ihre enorme Grotte.Besonders schön sind auch die Grotten grotte del Tunnel e del Sifone und grotta del Cabriol, deren Name von der großen, über ihr befindlichen Treppe stammt, die zur berühmten Grotta di Nettuno führt.
Im Inneren der Bucht von Porto Conte, zwischen Capo Caccia und Punta Giglia, liegen diverse kleinere Buchten, in denen man mit seinem Boot oder seiner Yacht garantiert Schutz und Ruhe findet. Die breite Einfahrt ist sowohl tagsüber als auch nachts leicht zu durchqueren. Beim Ankern sollte man nur auf die Windrichtung achten. Apropos Wind: Es ist sehr nützlich, dass man auf die örtlichen Wetterbedingungen achtet: wenn sich zum Beispiel Capo Caccia und, nordwärts, der Berg Monte Timidone mit Wolken bedecken, bedeutet es, dass sich Winde aus nordöstlicher Richtung in Anmarsch befinden, die gewöhnlich zwischen drei und fünf Tagen andauern und dann von sehr stürmischen Südost-Winden abgelöst werden.
Die Bucht von Porto Conte ist von mächtigen Kalkmassen aus dem Mesozoico eingeschlossen. Das milde Klima, die von Wildtieren bewohnte Macchia und vor allem die mit Süßwasser gefüllten Kalkgrotten förderten einst die Anwesenheit von antiken, menschlichen Bauten.
An der Küste westlich dieser Bucht besteht die erste Anlegemöglichkeit in der Bucht Cala del Bollo, nördlich des ersten (Torre del Burù genannt) der drei Türme, die den Hafen von Porto Conte einsäumen.
Die Bucht Cala Tramariglio besitzt eine sehr geringe Wassertiefe. An Ihrer Einfahrt sieht man ein Hotel und einen Turm, die unmittelbar auf dem Gipfel (65 Meter) des felsigen Hügels Punta Tramariglio stehen. Ratsam ist das Ankern etwa 100 Meter östlich des Landungssteges. Hier beträgt die Wassertiefe nur etwa 2 Meter. Je mehr man in die Bucht von Porte Conte eindringt, desto flacher wird der Meeresgrund. Im nördlichen und im nord-östlichen Teil ist das Wasser (bis etwa 250 m vom Ufer entfernt) nur 2 Meter tief. Der Grund ist schlammig, und das Wasser ist nicht besonders transparent.
An der Ostküste gibt es noch eine weitere breite Einfahrt: die Cala Torre del Conte, welche sich nördlich von einem Vorgebirge öffnet. Darauf befinden sich der Turm Torre Nuova, einige Bauten, ein Hotel und der kegelförmige Leuchtturm. Östlich des Torre Nuova befinden sich die Landungsstege des nautischen Zentrums.
Auf dem archäologischen Teil von Sant'Imbenia, der im inneren des Golfs von Porto Conte liegt, befinden sich Ausgrabungen aus diversen Epochen. Außer einem nuraghischen Dorf findet man dort noch Begräbnisstätten aus der phönizischen Zeit, die Reste römischer Behausungen mit Nekropolen und eine große rustikale Badevilla mit Thermen.



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