Capo Pecora, eine wilde und karge Landschaft, nur bevölkert von trostlosen, vom Wind modellierten Felsen, und den Berggipfeln über dem Meer von Arbus, an der westlichen Küste Sardiniens. Eine grobe Schönheit mit einem ewig aufgewühlten Meer, dessen tiefes Blau alles überwiegt. Bis zum Horizont erkennt man die weißen Schaumkronen. Diese unnachahmliche Ecke Sardiniens unterscheidet sich völlig von der östlichen Küste mit ihrer beinahe melancholischen Sanftheit, in der die Landschaft eine menschliche Sprache spricht und das Meer einen beinahe versöhnlichen Charakter zeigt und zum Baden einlädt. Hier bei Capo Pecora zeigt das Meer seine unerschöpfliche Kraft, zusammen mit dem Wind scheint es gegen das Ufer zu kämpfen.
ANREISE
Nur eine einzige Straße führt zur Küste von Buggerru, zu der das zauberhafte Capo Pecora gehört. Sie verläuft von Iglesias durch Fluminimaggiore, einer üppigen Landschaft, charakterisiert durch bezaubernde Panoramen. Die Fahrt ist recht anstrengend auf der relativ schmalen Fahrbahn, aber hinter jeder der unzähligen Kurven kann man sich über eine interessante Entdeckung freuen. Wie z. B. das wundeschöne Tal von Antas, wo sich die Reste des
Tempels von Sid-Sardus Pater erheben. Gebaut wurde es von den Römern auf ehemaligen punischen Überbleibseln. Inschriften auf der Frontseite bezeugen, dass der Tempel im dritten Jahrhundert nach Christus unter Kaiser Caracalla gebaut wurde. Und das etwa 800 Jahre später, genau auf den Resten des punischen Tempels, zu Ehren ihres Gottes Sid. Heute sind davon noch das breite Fundament und die Säulen übriggeblieben.
SEHENSWÜRDIGKEITEN
Es sind vor allem die natürlichen Schönheiten. Die Küste, von Fontanamare bis zum Capo Pecora; weiter im Norden, an der Küste von Arbus, gibt es unzählige Buchten mit bezaubernden Stränden und Felsenriffen mit den unglaublichsten Formen, hohe Felsen und mit Blumen übersäte Steilhänge über der Meeresoberfläche. Ideal für Bootsausflüge.
Auf jeden Fall sollte man das Bergbauzentrum besuchen. Dieses beginnt bei Buggerru, wo sogar noch die gebrauchten Maschinen von einst und die damals typischen Holzbauten zu bestaunen sind. Beeindruckend sind auch die alten Ausgrabungstunnel, von denen einige ihren Eingang direkt zum Meer haben. Auch die Straßen stammen noch aus der Zeit der Bergwerke und führen durch die wilden, verlassenen Landschaften. Sehr schön zeigt sich auch die einsame Bergbaustätte
Ingurtosu, aus dem achtzehnten Jahrhundert.
Archäologie-Begeisterte können eine kleine Stippvisite nach Grugua, gleich in der Nähe von Buggerru, zu den Reste eines römischen Friedhofs machen.
DIE STRÄNDE
Die Provinzstraße streift auf ihrem Weg nach Buggerru den atemberaubenden Strand von Portixeddu, mit den Dünen von San Nicolo', bedeckt mit einheimischen Kiefern.
Ein besonderer Blickfang sind die Felsen von Porto Tramatzu, die über einen kleinen Pfad zu erreichen sind.
Im Gebiet der Gemeinde von Arbus befinden sich die wunderschönen Strände S`Acquadroxiu-Pischeredda, ganz in der Nähe der großartigen Dünen von Scivu und der Zone von Ingurtosu-Piscinas mit dem Strand Marina di Arbus.