Das Heiligtum zu Ehren der Madonna von
Bonaria, das eine Basilika mit einschließt, erhebt sich oben auf dem gleichnamigen Hügel und ist über eine breite Treppe erreichbar. Der gesamte Komplex, zu dem auch ein Kloster gehört, ist seit dem XIV. Jahrhundert in Besitz der Mercedari-Mönche. Das Heiligtum wurde zwischen 1323 und 1326 von den Catalano-Aragonern auf diesem Hügel gebaut, der damals ihre Kommandostelle darstellte, während die Burg von Cagliari unter pisanischer Herrschaft stand. Es stellt das älteste Beispiel von religiöser, gotisch-katalanischer Architektur in der Insel dar. Von dem antiken Bau ist heute noch ein Teil der Apside mit dem Glockenturm sichtbar. Dagegen ist jedoch die Basilika von neuerer Zeit, deren erste Konstruktion auf das XVIII. Jahrhundert zurückgeht und die erst 1956 vervollständigt wurde.
Im Innern des Heiligtums, im großen Altar, befindet sich die Holzstatue der Madonna von Bonaria.
Eine alte Legende erzählt, dass 1370, während einer Schifffahrt von Spanien nach Italien, die Mannschaft des Schiffes aufgrund eines Sturmes in Schwierigkeiten geriet. Daraufhin war sie gezwungen, ihre gesamte Ladung über Bord zu werfen, darunter befand sich auch eine Kiste in de sich die Statue der Madonna befand. Genau in jenem Augenblick beruhigte sich der Sturm plötzlich, und die Mannschaft war außer Gefahr. Die Kiste trieb derweil zum Meeresufer am Fuße des Hügels. Die Mercedari-Mönche fanden sie und brachten die Statue in das Heiligtum.
Heute erinnert eine Säule auf dem gegenüberliegenden Platz der Kirche an die Stelle, an der die Kiste so wundersam angespült worden sein soll.
Die Madonna von Bonaria wurde zur Beschützerin der Matrosen. Sie wird auch heute noch sehr verehrt und ist Ziel von zahlreichen Wallfahrten.
Jedes Jahr im Juli wird ein Fest gefeiert, bei dem die Statue der Madonna als Zeremonie auf ein Boot gebracht wird.
Gleich neben dem Heiligtum befindet sich ein sehr interessantes Museum, in dem antike, heilige Stücke aufbewahrt werden.
Auch der monumentale Friedhof, zu Füssen des Berges, verdient absolut einen Besuch. In der Nähe der Überbleibsel einer spät-romanischen Nekropole (Totenstadt), stellt er eine Art Museum im Freien, eine Bildhauerei aus dem neunzehnten Jahrhundert dar.
Öffnungszeiten des Museums: im Sommer 17:00-19:15 Uhr; im Winter 9:00-12:00/16:00-18:30 Uhr. Eintritt: € 1. Besichtigungszeiten des Denkmal-Friedhofes: jeden Morgen 8:00-12:30 Uhr; Donnerstag Nachmittag kostenloser Eintritt von 15:30 – 17:30 Uhr.