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You are in... Nord Ost Sardinien

Die Küste weiter entlang trifft man auf Costa Tinnari, Costa Paradiso, Porto Bello und schließlich auf den kleinen Golf von Vignola mit seinem herrlichen Sandstrand.
Im Osten schließt sich dann das Territorium der Gallura mit den Orten Budoni, Posada und Siniscola mit einem weiteren atemberaubenden und sehr bekannten Strand La Caletta.
Posada ist ein kleines auf einem Kalkfelsen gebautes Dorf mit 2500 Einwohnern, direkt am Meer. Vor der Küste erstreckt sich eine weite Tiefebene. Der Fluss Rio Posada,der sich hier hindurchschlängelt, gleicht mit seinen vielen Reiherarten und rosa farbenen Flamingos einer natürlichen Oase. Die Geschichte hat hier imposante Spuren hinterlassen, z.B. das Castello della Fava, erbaut im 12. Jahrhundert, mit seinem 21 Meter hohen Turm. 1323 stritten sich die Pisaner und Aragonesen um Posada. Im Jahr darauf ging das Dorf  bis 1409 in die Hände des Giudicato d`Arborea über.
Die Altstadt Posadas zeigt eine mittelalterliche Handschrift, zu sehen an den Strassen und Gebäuden. Besonders schön hier das Haus La casa delle Dame, der Palazzo del conte Toedato, die Kirche chiesa di S.Antonio und die Piazza Eleonora d`Arborea.
In Posada gibt es Agritourismus und Restaurants mit orttypischen Gerichten.
Es gibt sogar einen Bootshafen. Für passionierte Freizeitsportler werden geführte Ausflüge in Kanus oder mir Pferden angeboten. 
Nun verlassen wir die Küsten  und richten wir den Blick in Richtung Landesinnere mit seinen spitzen, rauen Granitfelsen und Bergen. Der bekannteste und höchste Gipfel dieser Region ist der Monte  Limbara, der mit seinen von rosa ins graue übergehenden Farbspielen schon sehr an die Berge Korsikas erinnert. Weiter nördlich, bei Aggius, ein weiterer Höhepunkt für das Auge des Betrachters: das Tal der Riesensteine, auch Valle della luna, Mondtal, genannt. Eine atemberaubende Landschaft. Riesengrosse, eckige und abgerundete Granitfelsen inmitten einer flachen Ebene wirken, als ob sie jemand dort hingeworfen hätte. Ausserdem interessant: die Berge Monti Ultana und der See lago di Liscia. Die gesamte Region zeigt eine vielseitige und interessante Pflanzen- und Tierwelt; es gibt zum Beispiel wilde Kirschbäume, Olivenhaine, den Mäusebussard, Rebhühner und wilde Katzen um nur einige zu nennen.
Von Boddusò, einem kleinen Ort in Richtung Süden, reihen sich viele kleine Städtchen der Provinz Nuoro aneinander, deren Namen traurigerweise hauptsächlich durch die unzähligen Fälle der privaten Blutrache unter den Familien bekannt sind: Nule, Benetutti, Bitti, Orune und Lula. Hier herrscht eine ganz andere „Atmosphäre“ als im übrigen Sardinien. Die Einwohner leben zurückgezogen und verbarrikadieren sich in ihrer eigenen, epochalen Isolation und Stille. Aber gerade aus dieser Isolation ist ein gewisser, interessanter Charme mit seiner ganz eigenen Schönheit entstanden. Touristen brauchen aber keine Angst zu haben, denn auch in dieser „etwas anderen Welt“ verstehen es die Einheimischen, den Besucher mit großer Gastlichkeit aufzunehmen; solange ihnen gegenüber, ihrer Umgebung und ihrer antiken Tradtionen der nötige Respekt entgegen gebracht wird. Aus der Beobachtung wird schnell Bewunderung. Dem Besucher öffnet sich hier eine neue, nie gekannte Welt.


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