Zeit der roemischen Republik:
Cagliari wurde in phoenizisch-punischer Zeit gegruendet. Zur Zeit der roemischen Republik wurde das Stadtzentrum, das sich urspruenglich an der Lagune von Santa Gilla befand, in die Gegend der Piazza del Carmine (heute unteres Stampace-Viertel) verlegt. Dort entstanden wichtige Gebaeude: der Theatertempel, das Kapitol und ein oeffentliches Archiv.
Kaiserzeit:
Zur Zeit Caesars und Oktavians besass die Stadt den Titel “municipium iulium” und wurde waehrend der gesamten Kaiserzeit erweitert und durch bedeutende Gebaeude bereichert, von denen noch Reste zu sehen sind.
Stadtplan:
Nach dem Stadtplan gab es verschiedene Stadtteile unterschiedlicher Bestimmung:
Die Zone der Thermen lag zwischen der heutigen Via Sassari, Via Angioy und Largo Carlo Felice. Weiter noerdlich befand sich das Wohngebiet wo noch heute die Reste der Villa des Tigellius zu sehen sind. In diesem Teil der Stadt gab es ein Aquaedukt, das ohne grosse Veraenderungen bis 800 nach Chr. in Gebrauch war, ausserdem ein Amphiteater, das teilweise erbaut, teilweise aber in den Kalkfelsen eingegraben war. Es entstand im 1. Jahrh. nach Chr. und liegt im Tal von Palabanda.Im Stadtteil “Marina” kam vor kurzem bei Ausgrabungen ein ganzes Viertel zum Vorschein, die aber auch im Mittelalter und bis in die heutige Zeit bewohnt war.
Die Fullonika (Waescherei):
Es handelt sich um ein Haus nahe der Via XX Settembre mit 2 kleinen Wannen und einem Brunnen. Hier wurden Stoffe gefaerbt. Im Mosaikboden fand man eine Inschrift aus republikanischer Zeit: Marcus Ploti Siliconis F.Rufus (Marco Plotio Rufo Sohn des Silicone), der offensichtlich der Besitzer dieser Waescherei war. Dieses Gebaeude ist im Laufe der Zeit immer wieder benutzt und durch Mauern verstaerkt worden.
Der alte Hafen:
In der heutigen Via Campidano fand man grosse Kalksteinbloecke, Reste von Kaimauern. Man nahm daher an, das hier einer der alten Haefen Cagliaris lag.