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Der „trenino verde“ ist eine kleine Schmalspurbahn, die einige der schönsten Gebirgsgegenden Sardiniens durchquert. Die Bahn schlängelt sich durch Hügel und Bergländer, oft hat man einen herrlichen Panoramablick. Kindheitserinnerungen werden wach, wenn statt Diesel- Dampflokomotiven eingesetzt werden.
Es gibt zwei verschiedene Möglichkeiten für einen Ausflug mit dem „trenino verde“:
Geschichte
Der Bau der Eisenbahn geht auf die Regierung Cavour und das Gesetz Depretis im Jahre 1879 zurück. Dieses Gesetz war die Grundlage für den Bau von Schmalspurbahnen (950 mm Spurbreite). Der Ausbau des Eisenbahnnetzes sollte zum politisch-wirtschaftlichen Aufschwung der Stahl- und Holzindustrie - damals das ökonomische Rückgrat der Insel - beitragen.
Besonders für das Landesinnere Sardiniens war der Eisenbahnausbau von großer Bedeutung. Erstmals gab es eine infrastrukturelle Verbindung zwischen Küste und Bergländern. Dörfer wie Mandas, Sorgono und Sadali, die direkt an der Bahnstrecke lagen, konnten einen beträchtlichen wirtschaftlichen Aufschwung verzeichnen.
Seit einigen Jahrzehnten kann die Bahn den Erfordernissen des heutigen Verkehrs nicht mehr gerecht werden. So wurde Mitte der 90er Jahre das Projekt „trenino verde“ ins Leben gerufen mit dem Ziel, das touristische Potenzial, das in der kleinen Schmalspurbahn steckt, in Wert zu setzen.
Vorschläge für Ausflüge mit dem 'Trenino Verde'
Im folgenden sollen einige der vom „trenino verde“ befahrenden Strecken beschrieben werden. Auf seiner Reise durchquert er unberührte Natur und hält in Dörfern, wo die Zeit stehengeblieben zu sein scheint.
Tortolì - Niala
(Besuch des Schutzgebietes am Montarbu und der 'tacchi')
Ideal für Wanderfreunde und Naturliebhaber ist ein Ausflug nach Niala, eine Haltestelle des „trenino verde“ entlang des Strecke Arbatax-Mandas.
Am Fuße der charakteristischen 'tacchi' und am Rande des Schutzgebietes Montarbu gelegen ist Niala eines der sehenswertesten Gebiete im Gennargentu-Gebirge, wo bis heute Steinadler und Mufflons ihren Lebensraum finden. Hier gibt es zahlreiche Wanderwege - vom kurzen Spaziergang bis zur mehrstündigen Tour ist alles möglich. Die Wege verlaufen entlang eines kleinen Flusses, durch Steineichenwälder und durch ausgedehnte Macchia mit Wacholdern und Erdbeerbäumen. Einmalige und ständig wechselnde Landschaftseindrücke lassen aufkommende Müdigkeit schnell vergessen.
8.00 Uhr Abfahrt vom Bahnhof Tortolì
10.10 Uhr Ankunft am Bahnhof von Niala/S. Gerolamo. Wanderung im Schutzgebiet des
Montarbu
13.00 Uhr Mittagessen (typisches sardisches Hirtenessen)
15.00 Uhr Besuch der „tacchi“
17.35 Uhr Abfahrt vom Bahnhof Niala
19.30 Uhr Ankunft am Bahnhof Tortolì
Mittagessen:
Vorspeise: Schinken, Wurst und Oliven
1. Gang: verschiedene Nudelgerichte
Hauptgericht: Spanferkel oder Lammbraten am Spieß
Beilagen: gemischter Salat
Nachspeise: frisches Obst
Nach dem Mittagessen werden typische sardische Süßigkeiten, Kaffee und ein Verdauungsschnaps gereicht.
Getränke und Wein sind im Preis enthalten
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