Safran: Das Gold Sardiniens

In San Gavino Monreale (Medio Campidano) findet am 12. und 14. November die „Sagra dello Zafferano“ (Safran-Fest) 2010 statt. Die Teilnahme an dem Fest ist eine einzigartige Gelegenheit um  die köstliche Würze des Zaffrans zu entdecken, wie es in Gerichten einzusetzen ist, und mehr über die Eigenschaften und den besonderen Geschmack des Safrans zu Erfahren.

In der sardischen Küche ist Safran ein wichtiger Bestandteil in vielen Gerichten, er gibt dem Gericht Geschmack und Farbe. Die Ursprünge dieses Gewürzes reichen zurück bis in Zeiten der Phönizier, die das Gewürz auf die Insel brachten. Später unter der Herrschaft der Punier und Römer, wurde Zaffran in erster Linie zum Färben von Stoff verwendet oder wurde im Medizinbereich eingesetzt. Erst im neunzehnten Jahrhundert wurde der Anbau von Safran mehr verbreitet, wo es nicht nur in der Medizin, oder zum Färben von Seide genutzt wurde sondern auch in der Küche für typischen Speisen wie Brot, Nudeln, Haupt-und süßspeisen oder auf den Märkten als Tauschmittel angeboten wurde. Noch heute ist dieses kostbare Gewürz, obwohl es sein Symbol als Sozialer Status der Familien verloren hat, ist Safran eine wichtige Einnahmequelle, sowie ein Symbol der Tradition des Volkes, der sich schon immer der Landwirtschaft und Viehzucht widmet.

 

Der sardische Safran erhielt im Februar 2009 die europäische Anerkennung der Geschützten Ursprungsbezeichnung. Und so erhält er die Bezeichnung „Gold aus Sardinien“. Er wird in der Provinz des Medio campidano angebaut, besonders im Ort San Gavino Monreale er liegt zwischen Cagliari und Oristano, Turri und Villanovafranca in der, dank der morphologischen Eigenschaften, Bodenbedingungen und den traditionellen Anbau- und Verarbeitungstechniken die über Jahrhunderte vom Vater zum Sohn weitergegeben wurden, behàlt das Produkt seinen einzigartigen und unverwechselbaren Geschmack.

Hier ein sardisches Rezept mit Safran:
Agnello allo Zafferano- Lamm mit Safran

Zutaten:

– 1 kg Lamm(in stücke)
– Olivenöl
– Petersilie
– 1 Knoblauchzehe
– 250 gr Tomaten
– eine Prise Safran
– Bouillon
– Salz und Pfeffer nach Geschmack

Zubereitung:
Hacken Sie den Knoblauch und die Petersilie klein, beides  mit Olivenöl andünsten,  das Fleisch zugeben. Sobald das Fleisch angebraten ist, kommen dann die gehackten Tomaten, Salz und Pfeffer dazu. Das ganze mit einem Deckel abdecken und 30 min bei schwacher Hitze kochen lassen.
Bereiten Sie eine Brühe auf und geben Sie dort das Safran ein. Die Brühe mit dem Safran wird langsam nach bedarf in den Topf mit dem Fleisch dazugerührt. Geben Sie Salz und Pfeffer dazu, Rühren und die Brühe reduzieren lassen. Und servieren!

Zum Gericht sind die folgenden Weine zu empfehlen:

Carignano del Sulcis, Cannonau di Sardegna, Mandrolisai, Monica di Cagliari, Arborea Sangiovese, Colli di Limbara, Nasco di Cagliari, Nuragus di Cagliari, Isola dei Nuraghi.

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